| Capri, die kleine Felseninsel im Golf von Neapel, wird von einer fast magischen Atmosphäre umweht. Mythische Geschichten ranken sich nicht nur um die Entstehung der Insel, auch die berühmte „blaue Grotte“, in deren Inneren das Wasser so unheimlich leuchtet, wurde jahrelang aus Aberglauben gemieden. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts war Capri vor allem bei Künstlern und Intellektuellen wegen des milden und angenehmen Klimas beliebt. Schriftsteller wie Theodor Fontane, Gerhart Hauptmann und Rainer Maria Rilke ließen sich schon von der herrlichen Insellandschaft und dem weiten Blick auf das Meer inspirieren.  Aber auch kulturell ist auf Capri einiges geboten. Hat man das Eiland mit der Fähre von Neapel oder Sorrent aus erreicht, bringt die Seilbahn den Besucher ins Zentrum von Capri-Stadt. Von der Piazza Umberto aus schlängeln sich kleine Gässchen in die pittoreske Altstadt von Capri. Die bunten Kacheln an den Häuserfassaden erzählen dort von der langen Töpfertradition, die auf Capri herrscht. Vorbei an der Kirche San Salvatore, der Villa Narcissus und dem Museum Diefenbach, gelangt man auf seinem Spaziergang durch Capri zum Aussichtsplatz Belvedere Cannone, der ein herrliches Panorama auf das Meer vor Capri preisgibt. Auf dem Rückweg laden viele Cafés und Bars zu einem Gläschen Limonella, dem traditionellen Zitronenlikör von Capri ein. Nach der Stärkung geht es dann weiter zur Villa Jovis, der ehemaligen Prunkvilla von Kaiser Tiberius. Herrlich am Hang gelegen, kann man bis heute noch erahnen, wie der Herrscher sich in dem großzügig angelegten Gebäude verwöhnen hat lassen. Zwar nicht ganz so groß, dafür aber besser erhalten ist die Villa San Michele, die sich der schwedische Arzt Axel Munthe auf der Trauminsel Capri erbauen ließ.
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